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Silikone für den Außenbereich

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Silikon für den Außenbereich

Wenn Fugen dauerhaft im Außenbereich liegen und äußeren Einflüssen ausgesetzt sind, bedarf es spezieller Silikone. Typische Anwendungen außerhalb von Innenräumen sind Außenfugen an Fassaden, Fenster- und Türanschlüsse sowie Übergänge zwischen unterschiedlichen Baustoffen. Silikon im Außenbereich sorgt für eine elastische Abdichtung und schützt zuverlässig vor eindringender Feuchtigkeit. Durch seine dauerhafte Flexibilität eignet sich Außensilikon ideal für Bereiche, in denen Materialbewegungen auftreten.

Warum ist spezielles Silikon im Außenbereich notwendig?

Außenfugen sind deutlich höheren Belastungen ausgesetzt als Fugen im Innenraum. Neben Feuchtigkeit wirken Temperaturschwankungen und Bewegungen im Baukörper auf die Fugen ein. Silikon für den Außenbereich ist speziell dafür ausgelegt, diese Belastungen dauerhaft auszugleichen. Wird im Außenbereich ein ungeeigneter Dichtstoff verwendet, kann es zu Rissen, Undichtigkeiten oder Feuchtigkeitsschäden an der Bausubstanz kommen.

Typische Einsatzbereiche für Außensilikon

Silikon kommt auch außerhalb des Hauses an vielen Stellen zum Einsatz. Dazu zählen Außenfugen an Fassaden, Silikon für Fensteranschlüsse sowie Übergänge an Außentüren oder Balkonen. Auch bei der Abdichtung von Übergängen zwischen Mauerwerk, Beton, Metall oder anderen Baustoffen wird Außensilikon verwendet, um eine langlebige und dichte Fuge zu schaffen.

Silikon für Fassade und Außenfugen

Silikon für die Fassade wird eingesetzt, um Außenfugen zwischen Fassadenelementen oder an Übergängen zum Baukörper abzudichten. Diese Fugen müssen dauerhaft elastisch bleiben, um Bewegungen auszugleichen. Ein geeignetes Fassadensilikon schützt die Fassade vor eindringender Feuchtigkeit und trägt zur langfristigen Werterhaltung des Gebäudes bei.

Silikon für Fenster im Außenbereich

Silikon für Fenster wird verwendet, um Fensteranschlüsse im Außenbereich zuverlässig abzudichten. Dabei müssen Bewegungen zwischen Fensterrahmen und Mauerwerk ausgeglichen werden. Silikon im Außenbereich sorgt hier für eine flexible Abdichtung und verhindert, dass Feuchtigkeit in die Bausubstanz eindringt.

Silikon für Naturstein und Marmor im Außenbereich

Bei der Abdichtung von Naturstein und Marmor im Außenbereich gelten besondere Anforderungen an das verwendete Silikon. Naturstein ist ein empfindlicher Werkstoff, der auf ungeeignete Dichtstoffe mit Verfärbungen oder sogenannten Randzonenverschmutzungen reagieren kann. Diese optischen Beeinträchtigungen lassen sich häufig nicht mehr rückgängig machen. Gerade im Außenbereich wirken zusätzlich Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen und Witterungseinflüsse auf die Fugen ein. Deshalb ist es wichtig, ein Silikon zu verwenden, das sowohl für den Außenbereich als auch für Naturstein geeignet ist. Sowohl unser Spezial-Silikon für Naturstein als auch das geruchsarme Silikon OTTOSEAL S 80 sind hierfür eine perfekte Wahl.

Produktbild OTTOSEAL S 70Produktbild OTTOSEAL S 80 geruchsarmes Naturstein Silikon

Warum ist nicht jedes Außensilikon für Naturstein geeignet?

Viele essigvernetzende Silikone sind für Naturstein und Marmor ungeeignet. Durch die Abgabe von Essigsäure oder andere Inhaltsstoffe kann es zu Verfärbungen an den Fugenrändern kommen, insbesondere bei hellen oder offenporigen Steinen. Im Außenbereich können diese Effekte durch Feuchtigkeit zusätzlich verstärkt werden, weshalb hier besondere Sorgfalt bei der Auswahl des Silikons erforderlich ist.

Neutralvernetzendes Silikon für Naturstein im Außenbereich

Für Naturstein und Marmor im Außenbereich sollte immer ein neutralvernetzendes Silikon verwendet werden. Es härtet ohne Abgabe von Essigsäure aus und ist besonders materialverträglich. Neutralvernetzendes Silikon eignet sich für Fugen an Natursteinfassaden, Fensterbänken aus Stein, Außenstufen, Terrassenanschlüssen sowie für andere hochwertige Natursteinflächen im Außenbereich.

Silikon im Außenbereich richtig verarbeiten

Für eine langlebige Außenfuge ist eine sorgfältige Verarbeitung entscheidend. Der Untergrund sollte sauber, trocken und frei von alten Dichtstoffresten sein. Nach dem Einspritzen mit einer Kartuschenpresse wird das Silikon gleichmäßig abgezogen, um eine geschlossene Oberfläche zu erzeugen. Die vollständige Aushärtung erfolgt abhängig von Schichtstärke und Umgebungsbedingungen.

In der Kategorie Silikone und Acryl findest du noch weitere Dichtstoffe.

Einsatzgebiete – wo Außensilikon zum Einsatz kommt

Silikon für den Außenbereich wird überall dort gebraucht, wo eine Fuge dauerhaft Feuchtigkeit und Bewegung aushalten muss. Typische Einsatzgebiete sind:

  • Fassade und Hauswand
  • Fenster und Fensterbänke
  • Naturstein an Terrasse, Außenstufen und Fassade
  • Balkon und Terrasse
  • Beton und Betonfertigteile

An der Fassade und der Hauswand gleichen die Fugen die ständige Bewegung des Baukörpers aus. Ein Silikon für die Hauswand muss dafür dauerhaft elastisch bleiben und darf bei UV-Strahlung nicht verspröden. Rund um Fenster und Türen dichtet die Anschlussfuge den Übergang zwischen Rahmen und Mauerwerk ab. Ein sauber abgedichteter Anschluss hält Schlagregen und Zugluft dauerhaft draußen. So dringt kein Wasser in die Bausubstanz. Auch die Fuge an einer Fensterbank aus Naturstein gehört hierher.

An Naturstein ist die Materialwahl besonders wichtig. Nur ein natursteinverträgliches Silikon verhindert dunkle Ränder entlang der Fuge. Als Silikonkleber befestigt es im Außenbereich sogar Natursteinstufen auf einer Metallkonstruktion. Auf Balkon und Terrasse sichern die Fugen den Anschluss zwischen Belag, Wand und Entwässerung. Eine Silikonfuge im Außenbereich bleibt flexibel und wasserdicht, auch bei Frost. Bewegungsfugen zwischen Betonplatten runden die Einsatzgebiete ab.

Silikon im Außenbereich richtig verarbeiten

Auch das beste Außensilikon hält nur bei sauberer Verarbeitung. Die wichtigsten Schritte:

  1. Untergrund reinigen: Er muss sauber, trocken und fettfrei sein. Alte Dichtstoffreste vollständig entfernen. Saugende oder kritische Untergründe vorher grundieren.
  2. Bei der richtigen Temperatur arbeiten: Silikon lässt sich zwischen +5 und +35 °C verarbeiten. Nicht bei Frost oder praller Mittagssonne verfugen.
  3. Silikon einbringen: Kartusche in eine Kartuschenpresse einsetzen und gleichmäßig in die Fuge drücken.
  4. Fuge glätten: Zügig abziehen, bevor sich die Haut bildet. Bei Naturstein nur das OTTO Marmor-Silikon-Glättmittel verwenden – kein Spülmittel.

Tiefe Fugen fütterst du mit einer Rundschnur aus PE hinter. So bleibt die Silikondicke begrenzt und die Fuge kann sich frei bewegen. Für Außenwandfugen an der Fassade regelt die DIN 18540 die fachgerechte Ausführung und die passende Fugenbreite. Die Haut bildet sich nach rund 10 Minuten. Die vollständige Trocknungszeit ist länger: Das Silikon härtet etwa 2 bis 3 Millimeter pro Tag durch. Zwei bis drei Tage solltest du die Fuge vor Dauerregen schützen.

OTTOSEAL S 70 beim Verfugen einer Außenfuge
OTTOSEAL S 70 beim Abziehen und Glätten der Fuge

Wichtig bei saugendem Naturstein: Bei rauem, saugendem Naturstein wie Sandstein lohnt es sich, die Fugenränder vorher abzukleben. Wird die Dichtmasse beim Glätten in die offene Oberfläche gedrückt, bleiben Flecken zurück, die sich später kaum noch entfernen lassen. Das Klebeband ziehst du direkt nach dem Abziehen ab, solange das Silikon noch frisch ist.

Zur Haltbarkeit: Ein sauber verarbeitetes Außensilikon bleibt viele Jahre elastisch. Ausgehärtet hält es dauerhaft Temperaturen von −40 °C bis +120 °C stand, das Naturstein-Silikon S 70 sogar bis +180 °C. Frost, Hitze und UV-Strahlung machen der Fuge dann nichts mehr aus.

FAQs

Fragen und Antworten

Bei fachgerechter Verarbeitung und geeignetem Silikon kann eine Außenfuge viele Jahre halten. Die Haltbarkeit hängt vom Untergrund, der Belastung und der Verarbeitung ab. Ausgehärtet bleibt die Fuge bei Temperaturen von -40 °C bis +120 °C dauerhaft elastisch.

Für Naturstein im Außenbereich ist ein neutralvernetzendes Naturstein-Silikon erforderlich. Es verhindert Verfärbungen und ist materialverträglich, auch bei empfindlichen Steinen wie Marmor oder Sandstein.

Silikon im Außenbereich sollte bei geeigneten Temperaturen verarbeitet werden, da Kälte oder hohe Feuchtigkeit die Aushärtung beeinträchtigen können. Als Faustregel gilt ein Bereich von +5 °C bis +35 °C. Nicht bei Frost oder in der prallen Mittagssonne verfugen.

Nein. Silikon lässt sich nicht überstreichen, Farbe haftet darauf nicht. Wer eine überstreichbare Fuge braucht, verwendet stattdessen einen Acryl-Dichtstoff. Für außen ist Acryl allerdings nur bedingt geeignet, da es weniger elastisch ist.

Silikon ist dauerhaft elastisch und wasserfest und eignet sich für bewegte Fugen im Freien. Acryl ist überstreichbar, aber weniger dehnfähig und wird eher im Innenbereich eingesetzt. Für Außenfugen mit Bewegung und Bewitterung ist Silikon die bessere Wahl.

Ja. Silikon für den Außenbereich ist auf UV-Strahlung ausgelegt und verändert sich dadurch kaum. Wichtig ist, ein für außen ausgewiesenes Silikon zu verwenden – einfache Innenraum-Silikone verspröden im Freien deutlich schneller.

Davon ist abzuraten. Auf altem Silikon haftet frisches Silikon nur schlecht. Für eine dichte Fuge entfernst du die alte Fuge vollständig, reinigst den Untergrund und ziehst das Silikon neu.

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